Die Onega-Petroglyphen und der Dämon
Ritzungen in den Uferfelsen des Onegasees, vor fünf- bis sechstausend Jahren geschlagen. Die bekannteste Figur ist der Bes — ein Menschenwesen von fast zweieinhalb Metern, das eine natürliche Spalte mittig teilt. Mönche des Murom-Klosters schlugen im 15. Jahrhundert ein christliches Kreuz darüber, um ihn unschädlich zu machen, und beide Zeichen stehen bis heute nebeneinander im Stein — was diesen Felsen zu einem seltenen Zeugnis dafür macht, wie ein Glaube über einen anderen schreibt.
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Die Askinskaja-Eishöhle
Eine Höhle in Baschkortostan mit einer einzigen Halle, in der bis zu elf Meter hohe Eissäulen stehen, über Jahrhunderte gewachsen. Die Temperatur bleibt ganzjährig unter null: Kalte Luft strömt im Winter hinein und kommt nicht wieder heraus. Die baschkirische Überlieferung setzt hier einen Schutzgeist an, dem man am Eingang Gaben hinterließ. In den 2010er-Jahren beschädigte der Besucherandrang einige der Säulen, und die Höhle wurde für den freien Zugang geschlossen.
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