Roswell
Am 8. Juli 1947 gab der Armeeflugplatz Roswell eine Pressemitteilung heraus, man habe eine „fliegende Scheibe“ geborgen. Stunden später wurde die Erklärung zurückgezogen und die Trümmer zum Wetterballon erklärt. Es wäre vergessen worden, hätten Beteiligte es Ende der 1970er-Jahre nicht anders zu erzählen begonnen; in den 1990ern stand Roswell für Vertuschung schlechthin. 1994 räumte die Luftwaffe ein, der Ballon sei kein meteorologischer gewesen, sondern Teil des Projekts Mogul zum Abhören sowjetischer Atomtests — eine Wahrheit siebenundvierzig Jahre zu spät, die da niemanden mehr überzeugte.
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Der Scharyn-Canyon
Ein rund hundertfünfzig Kilometer langer Canyon in Kasachstan, dessen einer Abschnitt Tal der Burgen heißt — Sedimentgestein, von Wind und Wasser zu Türmen und Mauern von bis zu dreihundert Metern geschnitten. Auf seiner Sohle wächst ein Hain sogdischer Eschen, der die Eiszeit überstand, eine Art, die es fast nirgends sonst gibt. Die kasachische Überlieferung füllt den Canyon mit Geistern, und die Einheimischen raten davon ab, auf der Sohle zu schlafen — nicht aus mystischen Gründen, sondern weil das Wasser ohne Vorwarnung steigt.
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