Urban Legends

Mystische Orte in Kasachstan

4 Legenden

Nach Art des Ortes

Alle Orte

Anomale Zone

Der Scharyn-Canyon

Ein rund hundertfünfzig Kilometer langer Canyon in Kasachstan, dessen einer Abschnitt Tal der Burgen heißt — Sedimentgestein, von Wind und Wasser zu Türmen und Mauern von bis zu dreihundert Metern geschnitten. Auf seiner Sohle wächst ein Hain sogdischer Eschen, der die Eiszeit überstand, eine Art, die es fast nirgends sonst gibt. Die kasachische Überlieferung füllt den Canyon mit Geistern, und die Einheimischen raten davon ab, auf der Sohle zu schlafen — nicht aus mystischen Gründen, sondern weil das Wasser ohne Vorwarnung steigt.

0
Anomale Zone

Mangystau

Eine Region am Ostufer des Kaspischen Meeres, wo Kreidezeugenberge wie Stadtruinen in der Wüste stehen und Rücken vollkommen runder Steinkugeln aus dem Boden treten — Konkretionen von bis zu drei Metern Durchmesser. Hier liegt auch Beket-Ata, eine unterirdische Moschee, die ein Sufi-Prediger im 18. Jahrhundert in einen Kreidehügel trieb; ein steter Strom von Pilgern kommt dorthin, und die Überlieferung verlangt, die Nacht davor im Nachbartal zu verbringen.

0
Anomale Zone

Das Ustjurt-Plateau

Eine Steinwüste zwischen Kaspischem Meer und Aralsee, die in hundertfünfzig Meter hohen Abbrüchen zur Ebene abfällt. Aus der Luft sind die Ustjurt-Pfeile zu sehen — bis zu einen Kilometer lange Steinstrukturen, erst bei Luftbildaufnahmen der 1980er-Jahre bemerkt. Man liest sie als Treibjagdfallen, doch wer sie baute, ist umstritten, und die Altersschätzungen gehen in die Jahrtausende. Der Ort ist leer genug, dass hier mehrere für ausgestorben gehaltene Huftierarten wiedergefunden wurden.

0
Anomale Zone

Barsa-Kelmes

Eine ehemalige Insel im Aralsee, deren kasachischer Name „Gehst du hin, kommst du nicht zurück“ bedeutet. Mit dem Rückzug des Meeres hörte sie auf, Insel zu sein, und wurde Teil einer Salzwüste. In sowjetischer Zeit hingen ihr Geschichten von Zeitsprüngen an: Leute, die für einen Tag aufbrachen und Wochen später zurückkamen, nachgehende Uhren. Sie erschienen in den 1980er-Jahren in der Zeitschrift Technika Molodjoschi, von dort verbreiteten sie sich. Eine messtechnische Bestätigung gab es nie, und der Ort ist inzwischen zum Denkmal einer Umweltkatastrophe geworden.

0