Mystische Orte in Deutschland
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Teufelsberg
Ein Berliner Hügel, aufgeschüttet aus dem Schutt der zerbombten Stadt über einer unfertigen wehrtechnischen Fakultät der Nationalsozialisten, die den Sprengungen nicht wich. Die Amerikaner bauten oben eine Abhörstation, weiße Radome, die den Ostblock bis 1992 überwachten. Die Station ist verlassen, die Kuppeln reißen im Wind, und die Akustik im Inneren trägt ein Flüstern durch die ganze Halle.
Der Brocken
Der höchste Punkt des Harzes, auf dem sich der deutschen Überlieferung nach in der Walpurgisnacht die Hexen versammeln — Goethe schickte Faust dorthin. Der Berg gab einem optischen Effekt seinen Namen: dem Brockengespenst, dem eigenen, riesenhaft auf die Wolke darunter geworfenen Schatten des Betrachters, mit einem Regenbogenkranz um den Kopf. Der Effekt ist real und erklärbar und steckt vermutlich hinter einem Teil der Begegnungsgeschichten am Gipfel.
Externsteine
Ein Kamm aus Sandsteinfelsen im Teutoburger Wald mit einer Kapelle und einem in den Fels gehauenen Relief aus dem 12. Jahrhundert. Seit Jahrhunderten ziehen sie Theorien über ein altes Heiligtum an — von den Romantikern des 19. Jahrhunderts bis zu den Ideologen des Dritten Reichs.
Beelitz-Heilstätten
Eine riesige Klinikanlage vor den Toren Berlins, um 1900 für Tuberkulosekranke errichtet. 1916 wurde hier der verwundete Hitler behandelt; Teile des Geländes stehen seit den 1990er-Jahren leer und sind innen grün überwachsen.