Mystische Orte in Türkei
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Nemrut Dağı
Ein Gipfel im Südosten der Türkei, auf dem sich Antiochos I. von Kommagene im 1. Jahrhundert v. Chr. ein Grab errichten ließ und neun Meter hohe Statuen der Götter und seiner selbst aufstellte. Erdbeben schlugen die Köpfe von den Körpern, und sie liegen nun getrennt auf den Terrassen, in verschiedene Richtungen blickend. Das Grab selbst wurde nie gefunden: Der Tumulus aus losem Schotter lässt sich nicht ausgraben, ohne einzustürzen.
Der Ararat
Ein Berg im Osten der Türkei, den die biblische Überlieferung als Ruheplatz der Arche nennt. Die Suche läuft seit dem 19. Jahrhundert und hat nie aufgehört: 1949 hielt eine Luftaufnahme auf dem Gletscher eine dunkle Struktur fest, bekannt als Ararat-Anomalie, deren Bilder erst 1995 freigegeben wurden. Geologen erklären sie als Felsvorsprung. Der Berg ist für den freien Aufstieg gesperrt, was noch niemanden abgehalten hat.
Der Vansee und sein Ungeheuer
Der größte See der Türkei, stark alkalisch und nahezu leblos — was die Ungeheuergeschichte eigentümlich macht. 1997 filmte der Hochschullehrer Ünal Kozak ein dunkles Objekt, das sich über die Oberfläche bewegte; die Aufnahme ging durch das türkische Fernsehen, und er schrieb ein Buch über das Wesen. An der Uferpromenade von Van steht eine Statue des Ungeheuers.
Göbekli Tepe
Ein rund 11 500 Jahre altes Heiligtum im Südosten der Türkei — älter als Ackerbau, Keramik und Rad. Seine Kreise aus T-förmigen, mit Tieren beschnitzten Pfeilern stellten die Annahme auf den Kopf, was zuerst da war: der Tempel oder die Siedlung.
Kayaköy
Ein griechisches Dorf im Südwesten der Türkei, geleert durch den griechisch-türkischen Bevölkerungsaustausch von 1923. Mehrere hundert dachlose Häuser und zwei Kirchen stehen seit einem Jahrhundert unangetastet am Hang.