Der Blaue Stein
Ein Zwölf-Tonnen-Block am Ufer des Pleschtschejewo-Sees, Heiligtum der Merja und später der Slawen. Die Kirche bekämpfte ihn jahrhundertelang: Man vergrub ihn, versenkte ihn im See und zog ihn auf einem Schlitten fort, um ihn im Fundament eines Glockenturms zu verbauen — der Schlitten brach durchs Eis, und Jahrzehnte später lag der Stein wieder am Ufer. Es gibt auch eine physikalische Erklärung: Eisbewegung und ausgewaschener Boden drücken den Block nach oben. Der Name kommt von der Farbe, die nass blau wird.
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Die Pontianak
Eine Frau, die im Kindbett starb und zur Rache zurückkehrte — eine der zentralen Gestalten malaiischer und indonesischer Folklore. Ihre Nähe erkennt man am Geruch: erst die Süße der Frangipani, dann Leichengeruch. Sie soll in Bananenstauden hausen, weshalb man sie nicht direkt ans Haus pflanzt. Die Stadt Pontianak auf Borneo trägt ihren Namen: Der Überlieferung nach steckte ihr Gründer die Siedlung genau dort ab, wo er diese Geister vertrieb.
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