Aurora und das Grab des Piloten
Am 17. April 1897 brachte eine Zeitung aus Dallas eine kurze Notiz: Ein Luftschiff war im Morgengrauen über die texanische Stadt Aurora hinweggeflogen, hatte die Windmühle von Richter Proctor gestreift, war explodiert – und der Körper des Piloten, „kein Bewohner dieser Welt“, war im Wrack gefunden worden. Der Pilot, so hieß es in der Notiz, sei auf dem städtischen Friedhof begraben worden. Es erschien auf dem Höhepunkt der landesweiten Welle „geheimnisvoller Luftschiffe“ der Jahre 1896–97, noch bevor die Luftfahrt existierte. Sein Autor, S. E. Haydon, war der lokale Korrespondent, und die Stadt starb: Die Eisenbahn war woanders hin verlaufen und der Baumwollkapselkäfer hatte die Baumwolle dahinerafft. Dass die Notiz eine Reklame für eine sterbende Stadt war, ist die überzeugendste Lesart davon. Nach dem Grab wurde mehr als einmal gesucht. Die historische Kommission von Texas stellte eine Gedenktafel auf dem Friedhof auf, die die Geschichte nacherzählt; Grabungen sind nicht gestattet.
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Shag Harbour und das Objekt, das unterging
Am Abend des 4. Oktober 1967 beobachteten Dutzende Menschen in diesem Fischerdorf in Nova Scotia, wie ein Objekt mit vier Lichtern herabstieg und in das Wasser der Bucht eintauchte, wobei es einen gelben Schaum auf der Oberfläche hinterließ. Es ist ein seltenes Beispiel, das nicht von einer UFO-Organisation, sondern von einem Staat untersucht wurde: Die Royal Canadian Mounted Police schickte ein Boot hinaus, Fischer schlossen sich der Suche an, und Taucher der Royal Canadian Navy suchten drei Tage lang den Meeresboden ab. Sie fanden nichts. Die Akte wird in Library and Archives Canada unter der Überschrift „unidentified flying object“ geführt – ein ungewöhnlicher Wortlaut für ein offizielles Dokument. Das Dorf hat seit den 1990er Jahren ein kleines Museum über den Vorfall.
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