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44 Orte
Cannock Chase
Fünfzehnhundert Hektar Heide und Wald in Staffordshire, wo in den letzten Jahrzehnten alles zugleich gemeldet wurde: schwarze Katzen von Pumagröße, ein „Werwolf“ nahe dem deutschen Soldatenfriedhof und eine Gestalt mit brennenden Augen. Die Polizei der Grafschaft nimmt solche Anrufe regelmäßig entgegen und protokolliert sie. Eine ungeklärte Serie von Kindermorden in den 1960er-Jahren legt eine eigene Schicht über den Ruf des Ortes.
Nahuel Huapi und Nahuelito
Ein tiefer Gletschersee im argentinischen Patagonien, in dem lange vor Loch Ness ein Wesen beschrieben wurde: Die Mapuche erzählten den Spaniern schon im 18. Jahrhundert davon. 1922 kündigte der Zoo von Buenos Aires eine Expedition zur Suche nach einem Plesiosaurier an, und die Geschichte ging um die Welt. Nahuelito wird als rund fünfzehn Meter langer Buckelrücken beschrieben; es gibt viele Fotos und kein einziges überzeugendes.
El Yunque
Der einzige tropische Regenwald im System der US-Nationalforste, über den Bergen im Osten Puerto Ricos. Örtliche Erzählungen lassen den Chupacabra von hier zu den Höfen herabsteigen und siedeln irgendwo darin ein geheimes Labor an, aus dem er entkam. Der Wald braucht keine Legende, um zu beeindrucken: drei Meter Regen im Jahr, ständige Wolken und der Ruf der Coquí-Frösche, überall zu hören und fast nie zu sehen.
Moca, wo der Chupacabra begann
Im März 1995 fanden Bauern in dieser puerto-ricanischen Stadt Schafe und Ziegen tot, blutleer, mit zwei sauberen Einstichen am Hals. Binnen Monaten ging die Zahl inselweit in die Hunderte. Zeugen beschrieben ein mannshohes Wesen, das sich in Sprüngen fortbewegte, mit Stacheln auf dem Rücken und riesigen schwarzen Augen. Ein puerto-ricanischer Journalist prägte den Namen — Ziegensauger —, und in dreißig Jahren hat sich der Chupacabra von Mexiko bis Chile ausgebreitet.
Lake Iliamna und seine Ungeheuer
Alaskas größter See, in dem Buschpiloten seit den 1940er-Jahren dunkle Körper von über zehn Metern melden, die sich unter der Oberfläche bewegen. Die Dena'ina wussten lange vorher davon und warnten davor, allein aufs Wasser zu fahren. Anders als die meisten Seeungeheuer hat dieses eine plausible Erklärung — Belugas oder Riesenstöre, die vom Meer heraufkommen —, doch gefangen wurde nie eines.
Cadboro Bay und Caddy
Die Bucht vor Victoria, die der Seeschlange Cadborosaurus — „Caddy“ — ihren Namen gab. Die Berichte setzen in den 1930er-Jahren ein: ein langer Hals mit Pferdekopf, ein Körper mit Buckeln und eine Geschwindigkeit, die Zeugen für eine Robbe für unmöglich halten. 1937 wurde in einer Walfangstation ein etwa drei Meter langer Kadaver aus dem Magen eines Pottwals geholt, fotografiert und dann verloren. Über das Foto wird bis heute gestritten.
Harrison Lake, woher „Sasquatch“ stammt
Das Tal dieses Sees in British Columbia lieferte das Wort selbst: In den 1920er-Jahren sammelte der Lehrer J. W. Burns bei den Sts'ailes Berichte über Waldriesen und gab deren lokalen Namen als „Sasquatch“ wieder. 1957 stimmte der Rat von Harrison Hot Springs ernsthaft darüber ab, eine Expedition zum Fang eines Exemplars zu finanzieren. Sichtungen werden hier bis heute verzeichnet.
Whitehall, offizielle Heimat des Bigfoot
Im August 1976 beschrieben mehrere Jugendliche und zwei Polizisten unabhängig voneinander eine über zwei Meter große Gestalt bei dieser Stadt an der Grenze zu Vermont: behaart, rotäugig, mit einem Schrei, den einer der Beamten „eine schreiende Frau, gemischt mit einem Schwein“ nannte. Der Stadtrat verabschiedete später eine Verordnung, die es verbietet, Bigfoot im Stadtgebiet zu schaden — juristisch sinnlos und ein gutes Maß dafür, wie ernst man es hier nimmt.
Louisiana, Missouri: der Sommer des Momo
Im Sommer 1972 erlebte diese Stadt am Mississippi eine echte Panik: Kinder sagten, sie hätten am Waldrand eine schwarze, behaarte Gestalt von über einem Meter achtzig gesehen, die einen toten Hund hielt, und der Gestank sei so stark gewesen, dass die Mutter eines der Kinder ihn im Haus roch. Binnen einer Woche gingen so viele Meldungen ein, dass der Sheriff Suchtrupps aufstellte, und die Zeitungen tauften das Wesen Momo — Missouri Monster.
Loveland and the Frogman
The Loveland Frog is a bipedal amphibious or reptilian creature with webbed digits, inhabiting the area around the city of Loveland, Ohio. It first appeared at 3:30 a.m. in May 1955. A businessman was driving along a rural road near the Little Miami River in Clermont County, close to Loveland, when he spotted three bipedal, wrinkled creatures under a bridge. They had webbed hands and feet, as well as no teeth. One of the frogs held up a stick that emitted sparks and gave off the scent of alfalfa and almonds. On August 25 of that same year, Mrs. Darwin Johnson and Mrs. Chris Lamble were swimming in the Ohio River near Evansville, Indiana. Suddenly, Darwin Johnson began drowning and struggling for breath after a scaly hand grabbed her underwater and pulled her toward the bottom. When Chris Lamble swam closer, the mysterious attacker retreated, allowing Darwin Johnson to escape. Since the Ohio River flows through Pennsylvania, Ohio, West Virginia, Kentucky, and Illinois, it stands to reason that the frogs could reach any of these states. In March 1972, police officer Ray Shockey was driving along East Kemper Road when he noticed a four-foot-tall, bipedal, leathery creature with a head and face like a frog or lizard. The creature leaped over the railroad tracks and apparently jumped into the Little Miami River. Scratches were found on the guardrails, though this is hardly proof of the Loveland Frog's existence, as a human would have left identical marks. Two weeks later, Officer Mark Matthews saw a similar frog on the road—four feet long, not counting its tail (which, notably, none of the other reported frogs had). The tailed body was lying on the road as if lifeless, but then stood up, crouched, and moved toward the guardrail. The officer fired a shot, but rather than killing the four-foot amphibian, he merely frightened it away. In 2016, Sam Jacobs was playing Pokémon GO behind the Beth Adam synagogue on Loveland-Madeira Road when he saw a large frog in the nearby river. Jacobs stated he wasn't sure if it was a frogman or just an extraordinarily large frog, but it walked out of the water on its hind legs. He added that he understood how crazy it sounded, but swore to its truth on his grandmother's grave.
Honey Island Swamp and Its Monster
Standing over 7.5 feet tall and weighing between 400-500+ pounds, the Honey Island Swamp Monster — also known as the Louisiana Wookie — is said to be covered in a thick coat of matted gray or brown hair and swamp weed. Its yellow eyes are seemingly reptilian, and the smell it emits has been called the stench of death. This primitive creature has long been blamed for the deaths of livestock and the mysterious disappearances of children in adjacent areas. Popular lore in the region is that the Honey Island Swamp Monster might be the horrifying product of a union between a chimpanzee and an alligator. And in the darkly primordial swamplands that must look much the same now as they did thousands of years ago, the existence of almost any creature seems possible — no matter how ominous. One of the strangest legends surrounding the Honey Island Swamp Monster revolves around a train wreck which allegedly occurred near the Pearl River in the early part of the 20th century. According to this legend, the train was full of exotic animals from a traveling circus, which fled into the swamps after the train derailed. While most of the creatures would soon perish in the harsh swamp land, the legend goes on to tell us that a troop of chimpanzees managed to survive and even went as far as to interbreed with alligators. The result was a strange colony of reptilian like mammals. However, this is impossible, because monkeys and alligators cannot interbreed. The Honey Island Swamp Monster is alleged to have a foul stench like other cryptids specifically in the Hairy Hominids category (Bigfoot, Skunk ape, Missouri monster, etc.), possibly due to the marsh's natural smell.
Lake Worth und der Goatman
Im Sommer 1969 berichteten mehrere Gruppen am See vor Fort Worth in einer einzigen Nacht, ein weißes, behaartes und mit Schuppen bedecktes Wesen sei von einer Steilkante auf ihre Autos gesprungen und habe einen Autoreifen rund fünfzehn Meter weit geschleudert. Das Fort Worth Star-Telegram brachte es auf die Titelseite, und Hunderte kamen bewaffnet an den See. Ein Teil der Meldungen ließ sich später auf einen Studentenstreich zurückführen. Nicht alle.
Okanagan Lake und Ogopogo
Ein See in British Columbia, in dem das Wesen lange vor den Europäern bekannt war: Die Syilx nannten es N'ha-a-itk und führten beim Überqueren des Wassers ein kleines Tier als Opfergabe mit. Siedler berichteten ab den 1870er-Jahren von einem langen dunklen Körper mit Buckeln. Der Name Ogopogo stammt aus einem englischen Varietélied der 1920er-Jahre und setzte sich so gründlich durch, dass er den ursprünglichen verdrängte.
Lake Champlain und Champ
Der See zwischen Vermont, New York und Québec, in dem ein Wesen namens Champ seit dem 19. Jahrhundert in Berichten auftaucht und der Überlieferung nach seit irokesischer Zeit. Der bekannteste Beleg ist Sandra Mansis Foto von 1977 — ein dunkler gebogener Hals über dem Wasser —, das Fachleute weder bestätigen noch als Fälschung ausweisen konnten. Beide Bundesstaaten haben es förmlich verboten, Champ zu schaden: ein seltener Fall, in dem es ein Kryptid ins Gesetz schafft.
Die Pine Barrens und der Jersey Devil
Anderthalb Millionen Acre Kiefernwald auf Sand, wo sich eine dreihundert Jahre alte Legende über das dreizehnte Kind von Mother Leeds hält. 1735, so die Geschichte, sagte sie im Zorn, das Kind könne ruhig der Teufel sein — und das Neugeborene wurde zu einem geflügelten Wesen mit Hufen und Pferdekopf, verschwand durch den Kamin und ist seither hier. Im Januar 1909 wurde es eine ganze Woche lang im ganzen Bundesstaat gemeldet; Schulen schlossen, und im Schnee auf Dächern fand man Spuren.
Bray Road und der Werwolf von Wisconsin
Auf einer Landstraße vor Elkhorn berichten Autofahrer seit Ende der 1980er-Jahre dasselbe: ein großes, pelzbedecktes Wesen, das auf zwei Beinen steht oder läuft, mit einer hundeartigen Schnauze. Eine Lokalzeitung sammelte die Berichte 1991, und die Bestie von Bray Road wurde landesweit bekannt. Was sie von der üblichen Bigfoot-Geschichte trennt, ist das Gesicht — die Zeugen bestehen auf einem Wolfs- und nicht einem Affengesicht und bleiben auch unter Spott dabei.
Bluff Creek, wo der Patterson-Film entstand
Am 20. Oktober 1967 drehten Roger Patterson und Bob Gimlin hier neunundfünfzig Sekunden Film: eine große behaarte Gestalt geht über eine Kiesbank und blickt über die Schulter zurück. Dieses Bild ist die bekannteste Bigfoot-Aufnahme überhaupt, und der Streit darüber ist in einem halben Jahrhundert nicht beigelegt — die einen halten den Gang für einen Menschen unmöglich, die anderen suchen die Nähte eines Kostüms. Der Ort selbst ist ein gewöhnlicher Bach in den abgelegenen Wäldern Nordkaliforniens, und noch immer kommen Leute mit Kameras.
Fouke and the Boggy Creek Monster
In the area of Fouke, Arkansas in Miller County, southeast of Texarkana, allegedly lives the Boggy Creek Monster. In these sparsely populated, forested hills of the Ozarks, the Boggy Creek Monster, also referred to as the Fouke Monster, has been a legend of the area since the 1840s. This Bigfoot-like creature is said to be about seven feet tall, walks upright, has a smelly, animal-like odor, and is covered with hair. The Arkansas version of Sasquatch or Bigfoot, this hairy beast has a reputation for killing chickens, livestock, and dogs in the area, though has never been known to harm humans. In the late 1860s, the beast allegedly harassed two families living outside Fouke and the legend quickly spread. In 1973, the tale of the Boggy Creek Monster was made into an extremely poor low budget movie called The Legend of Boggy Creek. In 1997, there were more than 40 sightings of the Boggy Creek creature and in 1998, reports said that the hairy beast was seen walking along a dry creek bed about five miles south of town. Whether a legend or reality, the town of Fouke once capitalized on the legend, with signs throughout the town and a gift shop near Boggy Creek that provided Monster souvenirs. Today, Monster Mart continues to cater to tourists with souvenirs. We really had to search for the creek, which we finally found south of town, marked only by a small plaque on the bridge. Boggy Creek Bridge, Arkansas Boggy Creek Bridge, Arkansas, by Kathy Alexander. The Fouke Monster was allegedly last seen near the junction of the Sulphur and Red Rivers.
Flatwoods und das Monster von Braxton County
Am 12. September 1952 sahen drei Jungen etwas Helles auf dem Hügel hinter der Fisher-Farm niedergehen. Als sie mit der Mutter eines der Jungen und einigen Nachbarn hinaufstiegen, erkannte die Gruppe im Taschenlampenlicht eine Gestalt von etwa drei Metern: ein dunkler, wie ein Rock gefältelter Körper und ein rotes Gesicht in Form eines Pik-Ass, von innen beleuchtet. Es roch, sagten sie, nach Metall und Brand, und bis zum Morgen erbrach sich die Hälfte der Gruppe. Die Luftwaffe führte es auf einen Meteor und eine Eule zurück. Die Einheimischen nie.
Point Pleasant, Heimat des Mothman
Zwischen November 1966 und Dezember 1967 meldeten Menschen in dieser Stadt am Zusammenfluss von Ohio und Kanawha eine geflügelte Gestalt von etwa zwei Metern mit glühend roten Augen — Dutzende Sichtungen. Die erste kam von zwei Paaren, die nachts an einer stillgelegten Sprengstofffabrik vorbeifuhren: Das Wesen, sagten sie, hielt mit ihrem Wagen bei 160 km/h mit. Die Meldungen endeten am 15. Dezember 1967, als die Silver Bridge einstürzte und sechsundvierzig Menschen starben — ein Zusammentreffen, das den Mothman endgültig mit Vorahnung verband. In der Innenstadt steht eine Stahlstatue von ihm.