Maury Island und der erste Schwindel
Im Juni 1947, Tage vor Kenneth Arnolds Flug, behauptete ein Hafenwachmann namens Harold Dahl, dass sechs donutförmige Objekte über dieser Insel im Puget Sound eine Masse aus heißer Schlacke abgeworfen hätten, die seinen Hund tötete und seinen Sohn verletzte. Er beschrieb außerdem einen Mann in Schwarz, der ihm anriet, nichts zu sagen. Arnold wurde für die Untersuchung angeheuert; zwei Offiziere der Luftwaffe sammelten Proben der Schlacke und starben, als ihr Bomber auf dem Rückflug abstürzte. Die Geschichte erlangte den Ruf, die erste düstere Begebenheit zu diesem Thema zu sein. Ein paar Wochen später gaben Dahl und sein Partner gegenüber dem FBI zu, sich die ganze Sache ausgedacht zu haben, um einen Magazinartikel zu verkaufen, und dass es sich bei der Schlacke um gewöhnlichen Hüttenabfall handelte. Das Geständnis ist weitaus weniger bekannt als die Geschichte.
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Roswell
Am 8. Juli 1947 gab der Armeeflugplatz Roswell eine Pressemitteilung heraus, man habe eine „fliegende Scheibe“ geborgen. Stunden später wurde die Erklärung zurückgezogen und die Trümmer zum Wetterballon erklärt. Es wäre vergessen worden, hätten Beteiligte es Ende der 1970er-Jahre nicht anders zu erzählen begonnen; in den 1990ern stand Roswell für Vertuschung schlechthin. 1994 räumte die Luftwaffe ein, der Ballon sei kein meteorologischer gewesen, sondern Teil des Projekts Mogul zum Abhören sowjetischer Atomtests — eine Wahrheit siebenundvierzig Jahre zu spät, die da niemanden mehr überzeugte.
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