Urban Legends

Mystische Orte in Vereinigte Staaten

75 Legenden · 49 Städte

Städte

Nach Art des Ortes

Alle Orte

Erfindung

The Rake

Ein haarloses Wesen auf vier Gliedmaßen, das am Bett eines Schlafenden sitzt. Es entstand um 2005 als kollaboratives Forenprojekt: Mehrere Nutzer verabredeten sich, ein Monster zu erfinden und mit „historischen Belegen“ auszustatten — Auszügen aus einem Schiffslogbuch von 1691, spanischen Chroniken, Tagebüchern. Jedes Dokument ist erfunden und wurde am selben Abend geschrieben. Der Fall ist als seltenes dokumentiertes Beispiel dafür interessant, wie Folklore absichtlich und aus dem Nichts hergestellt wird.

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Erfindung

Smile Dog

Eine der ersten Internet-Horrorgeschichten, die um eine Datei herum gebaut ist und nicht um einen Text. Sie tauchte um 2008 auf: Ein Journalist besucht eine Frau, um sie nach einem Bild namens smile.jpg zu fragen, das jeden in den Wahnsinn treibt, der es sieht; die Frau weigert sich zu reden und schickt ihm am Ende die Datei. Der Kniff ist, dass die Datei nicht existiert — jedes im Netz kursierende „Original“ entstand nach der Geschichte. Der Leser muss sich das Bild vorstellen, und die Vorstellung erledigt das besser als jede Zeichnung.

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Erfindung

Die Dybbuk-Box

Ein Weinschrank, 2003 mit einer langen Beschreibung bei eBay eingestellt: Er habe angeblich einer Holocaust-Überlebenden gehört und beherberge einen besitzergreifenden Geist aus der jüdischen Folklore. Das Stück wurde mehrfach weiterverkauft, jeder Besitzer fügte der Anzeige neue Unglücke hinzu, die Auktion verbreitete sich im Internet und wurde schließlich zu einem Hollywoodfilm. 2021 räumte der ursprüngliche Verkäufer, der Schriftsteller Kevin Mannis, öffentlich ein, das Ganze sei von ihm erfundene Fiktion gewesen — ein literarisches Projekt, das versehentlich zur modernen Legende wurde.

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Geistererscheinung

Annabelle im Museum der Warrens

Die echte Annabelle ist nicht die Porzellanpuppe der Filme, sondern eine gewöhnliche Raggedy Ann, wie sie in den 1960er-Jahren millionenfach verkauft wurde. Ihre Geschichte ist ausschließlich durch die Erzählungen von Ed und Lorraine Warren bekannt, die die Puppe 1970 übernahmen und in eine Vitrine ihres Okkultmuseums in Monroe, Connecticut, stellten. Für keine Episode gibt es eine unabhängige Bestätigung. Das Museum ist seit 2019 für Besucher geschlossen, doch die Puppe bleibt eines der bekanntesten Objekte des amerikanischen Populärokkultismus.

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Geistererscheinung

Robert the Doll

Eine Stoffpuppe im Matrosenanzug hinter Glas im Fort East Martello in Key West. Sie wurde dem Maler Robert Eugene Otto Anfang des 20. Jahrhunderts geschenkt, und nach Familienüberlieferung sprach er mit ihr und schob ihr zerbrochene und umgestoßene Dinge im Haus zu. Heute bittet das Museum die Besucher, die Puppe vor dem Fotografieren um Erlaubnis zu fragen, und die Wände um die Vitrine sind mit Briefen von Leuten bedeckt, die das nicht taten und ihre späteren Missgeschicke darauf zurückführen. Die Puppe gibt es, das Museum gibt es, und es kostet Eintritt.

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Geistererscheinung

Der Char Man von Ojai

Ein kalifornischer Schreckensmann: ein verbrannter Mann, der an der Brücke der Creek Road im Ojai Valley haust und in der einen Fassung das Feuer von 1948 überlebte, in der anderen dort seine Familie verlor. Hält man auf der Brücke an und ruft ihn, so die Geschichte, antwortet er. Die Brände in diesem Tal sind weder erfunden noch Geschichte: Es brennt regelmäßig, und die Legende tut, was örtliche Folklore gewöhnlich tut — sie macht aus einer wiederkehrenden realen Gefahr eine Gestalt mit Namen.

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Geistererscheinung

Der Grüne Mann von Pennsylvania

Die Legende von einem leuchtend grünen, gesichtslosen Mann, dem man nachts an einem verlassenen Tunnel vor Pittsburgh begegnen kann. Dahinter steht ein realer Mensch: Raymond Robinson, der mit neun Jahren auf einer Straßenbahnbrücke durch eine Stromleitung schwerste Verbrennungen erlitt und Gesicht und einen Arm verlor. Er lebte bis 1985 und ging nachts spazieren, um niemanden zu erschrecken — während Jugendliche eigens hinausfuhren, um ihn zu finden. Die Reihenfolge ist wichtig: Zuerst gab es einen Mann, der Pech hatte, und erst dann die Geistergeschichte.

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Folklore

Cropsey

Ein Kinderschreck mit einem Haken, auf Staten Island über Generationen erzählt — bis in den 1980er-Jahren Kinder aus dem Viertel zu verschwinden begannen und herauskam, dass neben der verlassenen Willowbrook-Anstalt ein ehemaliger Pfleger von dort lebte. Willowbrook war eine reale Einrichtung, geschlossen, nachdem eine Untersuchung von 1972 entsetzliche Zustände offengelegt hatte. Ein seltener und unangenehmer Fall, in dem ein örtlicher Schreckensmann und eine belegte örtliche Geschichte an derselben Stelle der Karte zusammentreffen.

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Kryptid

Der Goatman von Maryland

Halb Ziege, halb Mensch, mit einer Axt; erzählt wird er im Prince George's County vor Washington. Die Legende nahm 1971 Gestalt an, als eine Lokalzeitung über einen verschwundenen Hund und Gerüchte über ein Wesen nahe der Fletchertown Road berichtete; der Artikel wurde nachgedruckt, und binnen zweier Jahre hatte die Geschichte ein entlaufenes Experiment aus dem benachbarten agrarwissenschaftlichen Forschungszentrum aufgenommen. Das Zentrum gibt es wirklich und es arbeitet weiter, was der Legende sehr geholfen hat — sie hat ein Gebäude, auf das man zeigen kann.

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Kryptid

Die Melon Heads

Wesen mit unverhältnismäßig großen Köpfen, die im Wald leben — eine Legende, die in drei US-Bundesstaaten zugleich erzählt wird, in Ohio, Michigan und Connecticut, jeweils mit eigener Vorgeschichte. Die Ohio-Fassung ist die verbreitetste: angeblich Kinder aus einer geschlossenen Anstalt für Wasserkopfpatienten, die nach einem Brand entkamen. Weder diese Anstalt noch dieser Brand finden sich in den Akten. Interessant ist der Rest: Drei nicht verbundene Regionen erfanden fast dasselbe Bild, und in allen dreien erklärt es dasselbe — dass jemand im Wald ist, den man dort einst versteckt hat.

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Anomale Zone

Der Verrückte Gasmann von Mattoon

Im September 1944 meldeten Bewohner von Mattoon, Illinois, der Polizei immer dasselbe: ein süßlicher Geruch im Haus, Übelkeit, taube Beine, eine lähmende Schwäche. Binnen zweier Wochen wurden rund zwei Dutzend Fälle protokolliert. Polizei, FBI und Chemiker fanden keine Substanz, keine Spuren und keinen Mann. Die gängige Erklärung ist eine kriegszeitliche Episode psychogener Massenerkrankung, verstärkt durch die Lokalzeitung; die Gegenthese verweist auf Emissionen einer nahen Fabrik. Bewiesen ist keine, und der Fall gehört zum Lehrbuchbestand der Sozialpsychologie.

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Geistererscheinung

Die schwarzäugigen Kinder

1996 stellte der texanische Journalist Brian Bethel einen Bericht in eine Internet-Mailingliste: zwei Jugendliche, die auf einem Parkplatz in Abilene an sein Autofenster klopften. Sie baten um eine Mitfahrt, sprachen zu glatt und beharrten darauf, ohne Einladung nicht einzusteigen. Als er aufsah, hatten beide vollkommen schwarze Augen. Dieser eine Text schuf ein Genre: Seither werden schwarzäugige Kinder im gesamten englischsprachigen Raum gemeldet, und fast jede Fassung behält das Detail mit der Einladung — direkt aus der Vampirfolklore entlehnt.

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Anomale Zone

Die Brown Mountain Lights

Lichtscheine, die seit dem 19. Jahrhundert über einem niedrigen Höhenzug in North Carolina gesehen werden: Sie erscheinen über dem Kamm, steigen auf, erlöschen und erscheinen wieder. Der United States Geological Survey untersuchte sie zweimal, 1913 und 1922, und kam beide Male zu dem Schluss, es seien Reflexe von Zug- und Siedlungslichtern. Die Schwierigkeit ist, dass die frühesten Berichte aus einer Zeit stammen, in der es dort weder Eisenbahn noch Siedlung gab. Der Höhenzug ist zugänglich, es gibt ausgewiesene Aussichtsplätze, und die Lichter werden weiterhin gefilmt.

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Anomale Zone

Das Hornet Spook Light

Eine Lichtkugel von der Größe eines Basketballs, seit über hundert Jahren über einem geraden Stück Schotterstraße an der Grenze von Missouri und Oklahoma gesehen. Sie nähert sich, weicht zurück, wechselt die Farbe und soll auf Menschen reagieren. Das US Army Corps of Engineers untersuchte sie in den 1940er-Jahren und kam zu keinem Schluss. Die überzeugendste Erklärung ist die atmosphärische Brechung von Scheinwerfern der Route 66 einige Kilometer entfernt — doch die örtliche Erinnerung an das Licht reicht weiter zurück als die Autos im County.

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Anomale Zone

Die Kobolde von Kelly-Hopkinsville

In der Nacht des 21. August 1955 stürmte die Familie Sutton von einer Farm bei Kelly, Kentucky, in die Polizeiwache von Hopkinsville und berichtete, sie habe stundenlang auf kleine Wesen mit großen Ohren und leuchtenden Augen geschossen, die an die Fenster kamen und bei Treffern nicht fielen. Die Polizei fuhr zur Farm, fand zerschossene Fenster und Fliegengitter und keine Spur der Wesen. Es gab elf Zeugen, darunter Kinder, im Haus war kein Alkohol, und die Familie hatte nichts zu gewinnen — sie lehnte Geld für Interviews ab. Der Fall zählt bis heute zu den umstrittensten der amerikanischen Ufologie.

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Geistererscheinung

Mercy Brown, der Vampir von Exeter

1892 verlor die Familie Brown aus Exeter, Rhode Island, ein Mitglied nach dem anderen an die Tuberkulose. Nachbarn überzeugten den Vater, einer der Toten nähre sich von den Lebenden, und im März wurden die Leichen exhumiert. Zwei waren verwest; die neunzehnjährige Mercy, die den Winter in einer kalten Gruft verbracht hatte, nicht. Man verbrannte ihr Herz, mischte die Asche mit Wasser und gab sie ihrem sterbenden Bruder zu trinken. Er starb zwei Monate später. Der Fall ist die letzte und bestbelegte Episode der neuenglischen Vampirpanik — der Versuch, eine Epidemie zu erklären, für die es keine andere Sprache gab.

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Geistererscheinung

Resurrection Mary

Die bekannteste verschwindende Anhalterin der USA. Seit den 1930er-Jahren erzählen Fahrer auf der Archer Avenue vor Chicago dasselbe: Ein blondes Mädchen im weißen Ballkleid bittet um eine Mitfahrt, sagt den ganzen Weg kein Wort und verschwindet aus dem Wagen gegenüber den Toren des Resurrection Cemetery. Man hat versucht, die Geschichte an mehrere reale, jung gestorbene Mädchen zu knüpfen, und keine Fassung passt zu den Einzelheiten. Das Motiv des entschwindenden Fahrgasts ist älter als das Auto — man kennt es aus Kutschengeschichten —, doch die Chicagoer Fassung hängt an einer Straße und einem Tor.

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Folklore

Bunny Man Bridge

Eine eingleisige Bahnunterführung im Fairfax County, Virginia, dort Bunny Man Bridge genannt. Die Legende setzt hierher einen Mann im Hasenkostüm mit einer Axt. Es gibt eine reale Grundlage, und sie ist bescheiden: Im Oktober 1970 nahm die Countypolizei zwei Meldungen über einen Mann in weißem Anzug mit Hasenohren auf, der bei Autos mit einer Axt nach Leuten schlug und in einem Rohbau ein Fenster einschlug. Gefunden wurde er nie. In einem halben Jahrhundert sind aus zwei Polizeiberichten erhängte Kinder, ein entflohener Anstaltsinsasse und ein Pflichtbesuch an der Brücke in der Halloweennacht geworden.

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Erfindung

Ted the Caver

Eines der frühesten Beispiele der Form und vielleicht das erste, das wirklich funktionierte. 2001 erschien beim Gratishoster Angelfire ein Tagebuch: ein Mann und ein Freund, die einen engen Seitengang in einer Höhle freiräumen. Die Einträge sind nüchtern, mit Fotos und Maßangaben, Seite um Seite; der Ton verschiebt sich langsam über mehrere Wochen, und das Unglück kommt lange, nachdem der Leser aufgehört hat, eines zu erwarten. Es wirkt, weil es bis zuletzt nicht wie eine Geschichte aussieht, sondern wie jemandes verlassene Website.

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Erfindung

Candle Cove

Kris Straubs Erzählung von 2009, vollständig als Forenthread geschrieben: Mehrere Leute erinnern sich an eine Kinderpuppensendung, die ein Lokalsender Ende der Sechziger ausstrahlte. Die Erinnerungen stimmen in den Einzelheiten überein, werden dann schlimmer, und im letzten Beitrag sagt die Mutter eines Teilnehmers, es habe die Sendung nie gegeben — der Fernseher zeigte zu dieser Zeit Rauschen, und das Kind saß davor und schaute. Die Form wiegt schwerer als die Handlung: Der Text gibt nicht vor, eine Geschichte zu sein, sondern das Gespräch anderer Leute.

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Erfindung

Slender Man

Erfunden im Juni 2009 von Eric Knudsen, der als Victor Surge postete, für einen Fotomontage-Wettbewerb in den Foren von Something Awful: zwei Schwarzweißfotos von Kindern, in die eine hohe, dünne Gestalt im Anzug hineinretuschiert war, dazu zwei Zeilen Bildunterschrift, Zeugen zugeschrieben, die es nicht gab. Die Aufgabe lautete, ein Bild paranormal wirken zu lassen. Drei Jahre später lebte Slender Man für sich — Hunderte Geschichten, Spiele und Webserien, mit denen der Autor nichts zu tun hatte. Einer der ersten Fälle, in denen Internetfolklore jede Quelle überwuchs, aus der sie stammte. Die Legende hat keine eigene Geografie: Die Nadel steckt in Pleasant Hill, Missouri, von wo aus das Forum betrieben wurde.

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Erfindung

Polybius: der Spielautomat, den es nie gab

Die Geschichte besagt, 1981 sei in den Spielhallen von Portland, Oregon, ein Automat namens Polybius aufgetaucht: kein Herstellername darauf, keine übliche Schlange davor — nur Kinder, die danach an Schlaflosigkeit, Krampfanfällen und Erinnerungslücken litten, und Männer in Schwarz, die kamen, um Daten aus dem Gerät auszulesen. Es existiert kein einziges Foto, keine Platine und kein Dokument. Die früheste schriftliche Spur stammt nicht von 1981, sondern von 2000: ein Beitrag auf einer Sammlerseite für Spielautomaten, geschrieben fast zwanzig Jahre nach den „Ereignissen“.

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Erfindung

Die Backrooms: wo das Foto wirklich entstand

Das berühmteste Nirgendwo des Internets erwies sich als der erste Stock eines Möbelgeschäfts in Oshkosh, Wisconsin. Das Foto eines gelben Flurs unter summenden Leuchtstoffröhren wurde am 12. Mai 2019 auf 4chan als Antwort auf die Bitte um Bilder gepostet, die sich „ein bisschen falsch“ anfühlen, und die Bildunterschrift darunter wuchs zu Tausenden Geschichten, Spielen und Videos über endlose leere Räume, in die man durch eine falsche Abbiegung fällt. 2024 verfolgten Internetrechercheure das Bild bis zur Quelle: eine Aufnahme von 2003 von Renovierungsarbeiten im Obergeschoss des früheren Möbelhauses Rohner's, gemacht für die Website eines örtlichen Hobbyladens. Das Gebäude steht noch an der Oregon Street 807, und heute ist ein Modellbauladen darin.

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Kryptid

El Yunque

Der einzige tropische Regenwald im System der US-Nationalforste, über den Bergen im Osten Puerto Ricos. Örtliche Erzählungen lassen den Chupacabra von hier zu den Höfen herabsteigen und siedeln irgendwo darin ein geheimes Labor an, aus dem er entkam. Der Wald braucht keine Legende, um zu beeindrucken: drei Meter Regen im Jahr, ständige Wolken und der Ruf der Coquí-Frösche, überall zu hören und fast nie zu sehen.

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Kryptid

Moca, wo der Chupacabra begann

Im März 1995 fanden Bauern in dieser puerto-ricanischen Stadt Schafe und Ziegen tot, blutleer, mit zwei sauberen Einstichen am Hals. Binnen Monaten ging die Zahl inselweit in die Hunderte. Zeugen beschrieben ein mannshohes Wesen, das sich in Sprüngen fortbewegte, mit Stacheln auf dem Rücken und riesigen schwarzen Augen. Ein puerto-ricanischer Journalist prägte den Namen — Ziegensauger —, und in dreißig Jahren hat sich der Chupacabra von Mexiko bis Chile ausgebreitet.

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Sonstiges

Coral Castle

Ein Bauwerk in Florida, das der Lette Edward Leedskalnin über achtundzwanzig Jahre allein aus Kalksteinblöcken von bis zu dreißig Tonnen errichtete. Er arbeitete nur nachts und hörte auf, wenn jemand näher kam. Auf das Wie angesprochen, sagte er, er habe das Geheimnis der Pyramidenbauer herausgefunden. Er starb 1951 und hinterließ weder Zeichnungen noch eine Erklärung; eine ingenieurtechnische Antwort ist wahrscheinlich und langweilig — und es ist niemand mehr da, an dem man sie prüfen könnte.

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Folklore

America's Stonehenge

Eine Ansammlung steinerner Kammern, Mauern und Platten auf einem Hügel in New Hampshire, deren Zweck seit einem Jahrhundert umstritten ist. Die einen lesen sie als präkolumbisches, auf die Sonnenwenden ausgerichtetes Observatorium, die anderen als koloniale Wirtschaftsbauten und eine Seifensiederei des 19. Jahrhunderts. Die zentrale Platte mit einer umlaufenden Rinne heißt Opfertisch; sie könnte ebenso gut eine Laugenpresse sein. Der Ort funktioniert als Attraktion und als Streit, der sich nicht auflöst.

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Folklore

Cahokia

Die größte präkolumbische Stadt nördlich von Mexiko: auf ihrem Höhepunkt um 1100 lebten hier vielleicht zwanzigtausend Menschen, mehr als damals in London. Monks Mound hat eine größere Grundfläche als die Cheops-Pyramide. In Hügel 72 fand sich ein Grab mit über fünfzig jungen Frauen in Reihen, fast sicher Opfer. Um 1350 war die Stadt leer, ohne erkennbaren Grund, und erklärt wurde es nie.

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Geistererscheinung

Alcatraz

Das Inselgefängnis in der Bucht von San Francisco, von 1934 bis 1963 in Betrieb für Männer, die andere Anstalten nicht halten konnten. Block D hat seinen eigenen Ruf — die Isolationszellen, das Loch genannt, in denen Häftlinge in völliger Dunkelheit saßen; von dort und aus Zelle 14D stammen die meisten Schreiberichte der Wärter — in dieser Zelle soll ein Mann binnen einer Nacht gestorben sein, nachdem er geschrien hatte, es sei etwas mit ihm darin. Die Stämme der Bucht hielten die Insel lange vor dem Gefängnis für einen Ort böser Geister.

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Geistererscheinung

Die Queen Mary

Ein Ozeandampfer, der seit 1967 in Long Beach liegt. In ihren einunddreißig Dienstjahren starben an Bord rund neunundvierzig Menschen, darunter ein achtzehnjähriger Matrose, den das wasserdichte Schott 13 zerquetschte. Im Krieg brachte sie Truppen und zerschnitt bei einem Manöver ihren Begleitkreuzer, wobei über dreihundert Männer ertranken; anzuhalten und sie zu retten war wegen der U-Boote verboten. Die Kabine B340 wird gesondert vermietet und hat einen eigenen Ruf.

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Geistererscheinung

Das Crescent Hotel

Ein Hotel in Arkansas, das 1937 Norman Baker kaufte — ein Mann ohne medizinische Ausbildung, der verkündete, ein Mittel gegen Krebs zu haben, und das Gebäude in ein „Krankenhaus“ verwandelte. Hierher kamen Menschen zum Sterben, gegen erhebliche Summen; Baker landete schließlich wegen Postbetrugs im Gefängnis. 2019 förderten Grabungen auf dem Gelände vergrabene Gefäße mit menschlichen Überresten zutage. Das Hotel ist weiter geöffnet und verkauft Geisterführungen.

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Geistererscheinung

Die Höhle der Bell Witch

Von 1817 bis 1821 wurde die Familie von John Bell in Tennessee nach zahlreichen zeitgenössischen Berichten von etwas gequält: Kneifen und Ohrfeigen, weggezogene Bettdecken und schließlich eine Stimme, die stritt, Predigten zitierte und zuletzt versprach, den Hausherrn zu töten. Bell starb 1820, neben ihm fand sich ein Fläschchen mit einer nicht bestimmten Flüssigkeit. Die örtliche Überlieferung hält es für den einzigen Fall der amerikanischen Geschichte, in dem eine Tötung durch einen Geist dokumentiert sei.

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Geistererscheinung

Amityville

Im November 1974 erschoss Ronald DeFeo Jr. sechs Mitglieder seiner Familie im Haus an der Ocean Avenue. Dreizehn Monate später zog die Familie Lutz ein und ging nach achtundzwanzig Tagen wieder — sie berichtete von grünem Schleim aus den Wänden, einem Fliegenschwarm mitten im Winter und einer Stimme, die ihnen befahl zu verschwinden. Ein Buch und die Filme machten die Adresse zum Begriff; spätere Bewohner bemerkten nichts, und einer von DeFeos Anwälten sagte schließlich, die Geschichte sei bei einer Flasche Wein erfunden worden.

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Geistererscheinung

Das Lizzie-Borden-Haus

Das Haus in Fall River, Massachusetts, in dem Andrew und Abby Borden am 4. August 1892 mit einer Axt getötet wurden. Ihre Tochter Lizzie stand vor Gericht und wurde freigesprochen — die öffentliche Meinung sprach sie nie frei, und der Reim von den vierzig Hieben überlebte alle Beteiligten. Heute ist das Haus Museum und Gästehaus, und man kann das Zimmer buchen, in dem die Stiefmutter gefunden wurde.

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Geistererscheinung

Das Axtmordhaus von Villisca

In der Nacht zum 10. Juni 1912 wurden in diesem Haus in Iowa acht Menschen mit einer Axt getötet: Josiah und Sarah Moore, ihre vier Kinder und zwei Mädchen zu Besuch. Der Täter wurde nie gefunden, der Fall ist bis heute offen. Das Haus wurde in den Zustand von 1912 zurückversetzt — ohne Strom, ohne Wasserleitung — und lässt sich für eine Übernachtung buchen. Wer bleibt, berichtet meist von Kinderstimmen und fallenden Gegenständen.

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Verlassenes Gebäude

Das Zuchthaus von Moundsville

Ein neugotisches Gefängnis, von 1876 bis 1995 in Betrieb und einst unter den zehn gewalttätigsten Haftanstalten der USA geführt. Vierundneunzig Männer wurden hier hingerichtet, rund sechsunddreißig weitere starben durch Gewalt im Inneren, darunter bei einem Aufstand 1986. Der Kellerraum Sugar Shack und die dunklen Isolationszellen haben ihren eigenen Ruf. Das Gebäude steht gegenüber einem Grabhügel der Adena-Kultur, was der Geschichte eine weitere Schicht gab.

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Verlassenes Gebäude

Trans-Allegheny Lunatic Asylum

Eines der größten von Hand behauenen Steingebäude Nordamerikas, in West Virginia für zweihundertfünfzig Patienten errichtet. In den 1950er-Jahren beherbergte es rund zweieinhalbtausend, in ungeheizten Sälen und unter einem Lobotomieprogramm, das hier ungewöhnlich breit angewandt wurde. Die Klinik schloss 1994. Heute führen Nachtführungen hindurch, und die meisten Berichte betreffen die vierte Etage, auf der die schwersten Fälle untergebracht waren.

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Geistererscheinung

Sanatorium Waverly Hills

Ein Tuberkulosekrankenhaus in Kentucky, von 1910 bis 1961 in Betrieb. Die Toten wurden durch einen rund fünfhundert Meter langen unterirdischen Gang hinausgebracht, damit die lebenden Kranken sie nicht sahen — bekannt geworden als body chute. Die Schätzungen der Todeszahl gehen weit auseinander, von etwa fünfzehnhundert in den Akten bis zu dreiundsechzigtausend in der Legende. Das Gebäude steht seit 1982 leer und zählt zu den bekanntesten Spukorten der USA.

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Geistererscheinung

Der Leuchtturm von St. Augustine

Ein Leuchtturm in Florida, bei dessen Bau 1873 die beiden Töchter des Bauunternehmers und ein weiteres Mädchen ums Leben kamen: Der Lorenwagen, auf dem sie auf den Schienen zum Wasser fuhren, stürzte in die Bucht. Seither berichten Leuchtturmwärter und Besucher von Kinderlachen im Turm und einem Mädchen im blauen Kleid. Der Ort ist bekannt genug, dass regelmäßig Fernsehteams kommen, und das Personal führt ein eigenes Vorfallsbuch.

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Folklore

Salem

1692 wurden hier neunzehn Menschen wegen Hexerei gehängt, einer unter Steinen zu Tode gepresst, mehrere weitere starben im Kerker. Es begann mit den Anfällen zweier Mädchen und mit Beweisen, die das Gericht ungeprüft annahm — darunter „spektrale“ Aussagen, also die Behauptung, der Geist des Angeklagten sei einem Zeugen erschienen. Salem lebt heute offen von dieser Geschichte: Museen, ein Mahnmal am Richtplatz und ein Ruf, der die Stadt jeden Oktober füllt.

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Geistererscheinung

Das Schlachtfeld von Gettysburg

In drei Julitagen 1863 wurden hier rund fünfzigtausend Männer getötet, verwundet oder vermisst — die blutigste Schlacht der amerikanischen Geschichte. Die Bestattungen erfolgten hastig, viele Tote wurden nie identifiziert. Seither gilt Gettysburg als der meistheimgesuchte Boden des Landes; die Berichte häufen sich bei Devil's Den und der Rose Farm, wo Leute nachts gebrüllte Befehle hören und uniformierte Gestalten dort gehen sehen, wo einst die Linien standen.

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Folklore

Lake Pontchartrain, vor den Toren des Voodoo

Das riesige Brackwasserbecken neben New Orleans, an dessen Ufern im 19. Jahrhundert Voodoo-Riten abgehalten wurden — am bekanntesten die Johannisnacht-Versammlungen von Marie Laveau am Bayou St. John. Nachts finden sich noch immer Spuren von Opfergaben: Kerzen, Münzen, Knochen. Ein knapp vierzig Kilometer langer Damm quert den See, und von seiner Mitte aus ist kein Ufer zu sehen — ein Gefühl, das den Anwohnern als eigener Grund gilt, ihn bei Nebel nicht zu befahren.

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Anomale Zone

Das Bennington-Dreieck

Zwischen 1945 und 1950 verschwanden in den Wäldern unterhalb des Glastenbury Mountain fünf Menschen spurlos: ein erfahrener Bergführer, eine Studentin, ein Kriegsveteran, ein achtjähriger Junge und eine Frau, die mit dem Bus unterwegs war. Nur eine Leiche wurde gefunden, sieben Monate später, auf bereits abgesuchtem Gelände. Der Überlieferung nach galt der Berg den örtlichen Stämmen als verflucht und wurde nur zur Bestattung genutzt. Die Gemeinde Glastenbury selbst wurde 1937 mangels Einwohnern förmlich aufgelöst.

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Anomale Zone

Das Bridgewater-Dreieck

Ein Gebiet von rund fünfhundert Quadratkilometern südlich von Boston, um den Hockomock-Sumpf herum — in der Sprache der Wampanoag „der Ort, an dem die Geister wohnen“. Hier sammelt sich jede Art von Geschichte zugleich: Lichter am Himmel, Bigfoot-Sichtungen, Riesenvögel, rituell getötetes Vieh, Verschwundene. Der Kryptozoologe Loren Coleman fasste sie in den 1970er-Jahren unter einem Namen zusammen, und seither lebt das Dreieck als eine einzige Anomalie — obwohl die Geschichten nichts als die Geografie verbindet.

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Anomale Zone

Die Vortexe von Sedona

Eine Stadt zwischen den roten Felsen Arizonas, in die man seit den 1980er-Jahren wegen ihrer „Vortexe“ kommt — Punkte, an denen Besucher die Energie der Erde austreten sehen, spürbar als Kribbeln, Schwindel oder ungewöhnliche Klarheit. Messgeräte finden an keinem davon eine magnetische oder elektrische Anomalie. Sedona lebt trotzdem davon: Jährlich kommen Tausende wegen des Gefühls, und die meisten sagen, sie hätten es gehabt.

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Anomale Zone

Superstition Mountains

Das Gebirge östlich von Phoenix, umrankt von der Legende der Lost Dutchman's Mine — einer Goldader, die der Deutsche Jacob Waltz in den 1870er-Jahren gefunden und mit ins Grab genommen haben soll. Seither sind hier Dutzende Sucher gestorben oder verschwunden, mehrere wurden enthauptet gefunden. Die Apachen halten diese Berge für einen Eingang zur Unterwelt und warnten davor, sie zu stören — eine Warnung, die Goldsucher traditionell ignorieren.

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Anomale Zone

Das Brummen von Taos

Seit Anfang der 1990er-Jahre hört ein Teil der Einwohner dieser Stadt ein tiefes, stetiges Brummen, das die übrigen überhaupt nicht wahrnehmen. 1993 gab der Kongress auf Druck der Beschwerden eine Untersuchung bei Sandia und Los Alamos in Auftrag; Messgeräte in den Wohnungen der Hörenden zeichneten nichts auf, was den Beschreibungen entsprach. Man beschreibt es als fernen Dieselmotor, es raubt den Schlaf, und es lässt sich nicht aussperren — Ohrstöpsel helfen nicht.

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Anomale Zone

Devil's Tramping Ground

Ein Kreis von rund zwölf Metern in den Wäldern North Carolinas, in dem fast nichts wächst. Der örtlichen Überlieferung nach schreitet der Teufel ihn nachts ab, während er überlegt, wie er die Menschheit verderben kann, und tritt dabei den Boden kahl. Gegenstände, die man über Nacht hineinlegt, sollen am Morgen außerhalb liegen. Eine Bodenanalyse ergab einen hohen Salzgehalt, vermutlich natürlich — doch die Geschichte lässt sich leichter prüfen als glauben, und noch immer zelten Leute hier, um es zu versuchen.

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Anomale Zone

Die Marfa Lights

Östlich dieser Stadt im Westen von Texas werden seit 1883 Lichter beobachtet: basketballgroße Kugeln, die über der Wüste stehen, sich teilen, vereinen und erlöschen. Der Cowboy Robert Ellison hielt die erste Sichtung fest und hielt sie für Lagerfeuer der Apachen. Universitätsphysiker zeigten 2004, dass ein guter Teil davon Scheinwerfer auf dem Highway 67 sind, gebrochen an Schichten warmer Luft. Ein Teil — aber nicht alle, und die Sichtungen aus der Zeit vor dem Auto erklärt es nicht.

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Anomale Zone

Roswell

Am 8. Juli 1947 gab der Armeeflugplatz Roswell eine Pressemitteilung heraus, man habe eine „fliegende Scheibe“ geborgen. Stunden später wurde die Erklärung zurückgezogen und die Trümmer zum Wetterballon erklärt. Es wäre vergessen worden, hätten Beteiligte es Ende der 1970er-Jahre nicht anders zu erzählen begonnen; in den 1990ern stand Roswell für Vertuschung schlechthin. 1994 räumte die Luftwaffe ein, der Ballon sei kein meteorologischer gewesen, sondern Teil des Projekts Mogul zum Abhören sowjetischer Atomtests — eine Wahrheit siebenundvierzig Jahre zu spät, die da niemanden mehr überzeugte.

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Kryptid

Lake Iliamna und seine Ungeheuer

Alaskas größter See, in dem Buschpiloten seit den 1940er-Jahren dunkle Körper von über zehn Metern melden, die sich unter der Oberfläche bewegen. Die Dena'ina wussten lange vorher davon und warnten davor, allein aufs Wasser zu fahren. Anders als die meisten Seeungeheuer hat dieses eine plausible Erklärung — Belugas oder Riesenstöre, die vom Meer heraufkommen —, doch gefangen wurde nie eines.

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Kryptid

Whitehall, offizielle Heimat des Bigfoot

Im August 1976 beschrieben mehrere Jugendliche und zwei Polizisten unabhängig voneinander eine über zwei Meter große Gestalt bei dieser Stadt an der Grenze zu Vermont: behaart, rotäugig, mit einem Schrei, den einer der Beamten „eine schreiende Frau, gemischt mit einem Schwein“ nannte. Der Stadtrat verabschiedete später eine Verordnung, die es verbietet, Bigfoot im Stadtgebiet zu schaden — juristisch sinnlos und ein gutes Maß dafür, wie ernst man es hier nimmt.

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Kryptid

Louisiana, Missouri: der Sommer des Momo

Im Sommer 1972 erlebte diese Stadt am Mississippi eine echte Panik: Kinder sagten, sie hätten am Waldrand eine schwarze, behaarte Gestalt von über einem Meter achtzig gesehen, die einen toten Hund hielt, und der Gestank sei so stark gewesen, dass die Mutter eines der Kinder ihn im Haus roch. Binnen einer Woche gingen so viele Meldungen ein, dass der Sheriff Suchtrupps aufstellte, und die Zeitungen tauften das Wesen Momo — Missouri Monster.

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Kryptid

Loveland and the Frogman

The Loveland Frog is a bipedal amphibious or reptilian creature with webbed digits, inhabiting the area around the city of Loveland, Ohio. It first appeared at 3:30 a.m. in May 1955. A businessman was driving along a rural road near the Little Miami River in Clermont County, close to Loveland, when he spotted three bipedal, wrinkled creatures under a bridge. They had webbed hands and feet, as well as no teeth. One of the frogs held up a stick that emitted sparks and gave off the scent of alfalfa and almonds. On August 25 of that same year, Mrs. Darwin Johnson and Mrs. Chris Lamble were swimming in the Ohio River near Evansville, Indiana. Suddenly, Darwin Johnson began drowning and struggling for breath after a scaly hand grabbed her underwater and pulled her toward the bottom. When Chris Lamble swam closer, the mysterious attacker retreated, allowing Darwin Johnson to escape. Since the Ohio River flows through Pennsylvania, Ohio, West Virginia, Kentucky, and Illinois, it stands to reason that the frogs could reach any of these states. In March 1972, police officer Ray Shockey was driving along East Kemper Road when he noticed a four-foot-tall, bipedal, leathery creature with a head and face like a frog or lizard. The creature leaped over the railroad tracks and apparently jumped into the Little Miami River. Scratches were found on the guardrails, though this is hardly proof of the Loveland Frog's existence, as a human would have left identical marks. Two weeks later, Officer Mark Matthews saw a similar frog on the road—four feet long, not counting its tail (which, notably, none of the other reported frogs had). The tailed body was lying on the road as if lifeless, but then stood up, crouched, and moved toward the guardrail. The officer fired a shot, but rather than killing the four-foot amphibian, he merely frightened it away. In 2016, Sam Jacobs was playing Pokémon GO behind the Beth Adam synagogue on Loveland-Madeira Road when he saw a large frog in the nearby river. Jacobs stated he wasn't sure if it was a frogman or just an extraordinarily large frog, but it walked out of the water on its hind legs. He added that he understood how crazy it sounded, but swore to its truth on his grandmother's grave.

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Kryptid

Honey Island Swamp and Its Monster

Standing over 7.5 feet tall and weighing between 400-500+ pounds, the Honey Island Swamp Monster — also known as the Louisiana Wookie — is said to be covered in a thick coat of matted gray or brown hair and swamp weed. Its yellow eyes are seemingly reptilian, and the smell it emits has been called the stench of death. This primitive creature has long been blamed for the deaths of livestock and the mysterious disappearances of children in adjacent areas. Popular lore in the region is that the Honey Island Swamp Monster might be the horrifying product of a union between a chimpanzee and an alligator. And in the darkly primordial swamplands that must look much the same now as they did thousands of years ago, the existence of almost any creature seems possible — no matter how ominous. One of the strangest legends surrounding the Honey Island Swamp Monster revolves around a train wreck which allegedly occurred near the Pearl River in the early part of the 20th century. According to this legend, the train was full of exotic animals from a traveling circus, which fled into the swamps after the train derailed. While most of the creatures would soon perish in the harsh swamp land, the legend goes on to tell us that a troop of chimpanzees managed to survive and even went as far as to interbreed with alligators. The result was a strange colony of reptilian like mammals. However, this is impossible, because monkeys and alligators cannot interbreed. The Honey Island Swamp Monster is alleged to have a foul stench like other cryptids specifically in the Hairy Hominids category (Bigfoot, Skunk ape, Missouri monster, etc.), possibly due to the marsh's natural smell.

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Lake Worth und der Goatman

Im Sommer 1969 berichteten mehrere Gruppen am See vor Fort Worth in einer einzigen Nacht, ein weißes, behaartes und mit Schuppen bedecktes Wesen sei von einer Steilkante auf ihre Autos gesprungen und habe einen Autoreifen rund fünfzehn Meter weit geschleudert. Das Fort Worth Star-Telegram brachte es auf die Titelseite, und Hunderte kamen bewaffnet an den See. Ein Teil der Meldungen ließ sich später auf einen Studentenstreich zurückführen. Nicht alle.

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Lake Champlain und Champ

Der See zwischen Vermont, New York und Québec, in dem ein Wesen namens Champ seit dem 19. Jahrhundert in Berichten auftaucht und der Überlieferung nach seit irokesischer Zeit. Der bekannteste Beleg ist Sandra Mansis Foto von 1977 — ein dunkler gebogener Hals über dem Wasser —, das Fachleute weder bestätigen noch als Fälschung ausweisen konnten. Beide Bundesstaaten haben es förmlich verboten, Champ zu schaden: ein seltener Fall, in dem es ein Kryptid ins Gesetz schafft.

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Die Pine Barrens und der Jersey Devil

Anderthalb Millionen Acre Kiefernwald auf Sand, wo sich eine dreihundert Jahre alte Legende über das dreizehnte Kind von Mother Leeds hält. 1735, so die Geschichte, sagte sie im Zorn, das Kind könne ruhig der Teufel sein — und das Neugeborene wurde zu einem geflügelten Wesen mit Hufen und Pferdekopf, verschwand durch den Kamin und ist seither hier. Im Januar 1909 wurde es eine ganze Woche lang im ganzen Bundesstaat gemeldet; Schulen schlossen, und im Schnee auf Dächern fand man Spuren.

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Bray Road und der Werwolf von Wisconsin

Auf einer Landstraße vor Elkhorn berichten Autofahrer seit Ende der 1980er-Jahre dasselbe: ein großes, pelzbedecktes Wesen, das auf zwei Beinen steht oder läuft, mit einer hundeartigen Schnauze. Eine Lokalzeitung sammelte die Berichte 1991, und die Bestie von Bray Road wurde landesweit bekannt. Was sie von der üblichen Bigfoot-Geschichte trennt, ist das Gesicht — die Zeugen bestehen auf einem Wolfs- und nicht einem Affengesicht und bleiben auch unter Spott dabei.

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Kryptid

Bluff Creek, wo der Patterson-Film entstand

Am 20. Oktober 1967 drehten Roger Patterson und Bob Gimlin hier neunundfünfzig Sekunden Film: eine große behaarte Gestalt geht über eine Kiesbank und blickt über die Schulter zurück. Dieses Bild ist die bekannteste Bigfoot-Aufnahme überhaupt, und der Streit darüber ist in einem halben Jahrhundert nicht beigelegt — die einen halten den Gang für einen Menschen unmöglich, die anderen suchen die Nähte eines Kostüms. Der Ort selbst ist ein gewöhnlicher Bach in den abgelegenen Wäldern Nordkaliforniens, und noch immer kommen Leute mit Kameras.

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Fouke and the Boggy Creek Monster

In the area of Fouke, Arkansas in Miller County, southeast of Texarkana, allegedly lives the Boggy Creek Monster. In these sparsely populated, forested hills of the Ozarks, the Boggy Creek Monster, also referred to as the Fouke Monster, has been a legend of the area since the 1840s. This Bigfoot-like creature is said to be about seven feet tall, walks upright, has a smelly, animal-like odor, and is covered with hair. The Arkansas version of Sasquatch or Bigfoot, this hairy beast has a reputation for killing chickens, livestock, and dogs in the area, though has never been known to harm humans. In the late 1860s, the beast allegedly harassed two families living outside Fouke and the legend quickly spread. In 1973, the tale of the Boggy Creek Monster was made into an extremely poor low budget movie called The Legend of Boggy Creek. In 1997, there were more than 40 sightings of the Boggy Creek creature and in 1998, reports said that the hairy beast was seen walking along a dry creek bed about five miles south of town. Whether a legend or reality, the town of Fouke once capitalized on the legend, with signs throughout the town and a gift shop near Boggy Creek that provided Monster souvenirs. Today, Monster Mart continues to cater to tourists with souvenirs. We really had to search for the creek, which we finally found south of town, marked only by a small plaque on the bridge. Boggy Creek Bridge, Arkansas Boggy Creek Bridge, Arkansas, by Kathy Alexander. The Fouke Monster was allegedly last seen near the junction of the Sulphur and Red Rivers.

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Kryptid

Flatwoods und das Monster von Braxton County

Am 12. September 1952 sahen drei Jungen etwas Helles auf dem Hügel hinter der Fisher-Farm niedergehen. Als sie mit der Mutter eines der Jungen und einigen Nachbarn hinaufstiegen, erkannte die Gruppe im Taschenlampenlicht eine Gestalt von etwa drei Metern: ein dunkler, wie ein Rock gefältelter Körper und ein rotes Gesicht in Form eines Pik-Ass, von innen beleuchtet. Es roch, sagten sie, nach Metall und Brand, und bis zum Morgen erbrach sich die Hälfte der Gruppe. Die Luftwaffe führte es auf einen Meteor und eine Eule zurück. Die Einheimischen nie.

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Kryptid

Point Pleasant, Heimat des Mothman

Zwischen November 1966 und Dezember 1967 meldeten Menschen in dieser Stadt am Zusammenfluss von Ohio und Kanawha eine geflügelte Gestalt von etwa zwei Metern mit glühend roten Augen — Dutzende Sichtungen. Die erste kam von zwei Paaren, die nachts an einer stillgelegten Sprengstofffabrik vorbeifuhren: Das Wesen, sagten sie, hielt mit ihrem Wagen bei 160 km/h mit. Die Meldungen endeten am 15. Dezember 1967, als die Silver Bridge einstürzte und sechsundvierzig Menschen starben — ein Zusammentreffen, das den Mothman endgültig mit Vorahnung verband. In der Innenstadt steht eine Stahlstatue von ihm.

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Folklore

Mount Shasta

Ein Vulkan im Norden Kaliforniens, umgeben vom vielleicht dichtesten Geflecht esoterischer Legenden Amerikas — von Telos, einer unterirdischen Stadt der Lemurier, bis zu Meldungen leuchtender Objekte über dem Gipfel.

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Folklore

Devils Tower

Eine 260 Meter hohe Säule aus erstarrtem Magma in Wyoming, das erste National Monument der USA. In der Überlieferung der Lakota und Kiowa sind ihre Rillen die Klauenspuren eines Riesenbären; im Kino kennt man sie aus Unheimliche Begegnung der dritten Art.

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Geistererscheinung

The Stanley Hotel

Ein Hotel in den Rocky Mountains Colorados, in dem Stephen King eine Nacht in Zimmer 217 verbrachte und die Idee zu Shining fasste. Personal und Gäste berichten seit Jahrzehnten von Klaviertönen und Kinderschritten in leeren Fluren.

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Geistererscheinung

Myrtles Plantation

Ein Anwesen in Louisiana, das als eines der meistheimgesuchten Häuser der USA vermarktet wird. Seine bekannteste Geschichte handelt von Chloe, einer versklavten Frau mit grünem Turban — nicht belegt, aber seit weit über hundert Jahren zäh.

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Anomale Zone

Racetrack Playa

Ein ausgetrocknetes Seebett im Death Valley, in dem sich Steine von selbst bewegen und lange Spuren hinter sich lassen. Erst 2014 war das Rätsel gelöst: dünne Eisplatten schieben die Brocken bei leichtem Wind vor sich her.

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Anomale Zone

Oregon Vortex

Ein Hang in Oregon mit einer schiefen Hütte, in der Kugeln bergauf zu rollen scheinen und die Körpergröße eines Menschen sich von Standort zu Standort ändert. Ein klassisches „Mystery House“ — der Effekt entsteht durch geneigte Flächen und einen fehlenden echten Horizont.

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Anomale Zone

Area 51

Ein gesperrtes Testgelände der US-Luftwaffe in der Wüste Nevadas, das jahrzehntelang offiziell nicht existierte. Die Erprobung geheimer Flugzeuge und die vollständige Geheimhaltung machten es zum Zentrum der weltweiten UFO-Mythologie.

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Verlassenes Gebäude

Eastern State Penitentiary

Ein Gefängnis in Philadelphia, das im 19. Jahrhundert die vollständige Einzelhaft einführte. 1971 geschlossen und dem Verfall überlassen, zählen seine gewölbten Zellenflügel zu den Orten mit dem stärksten Spukruf der USA.

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Verlassenes Gebäude

Centralia

Eine Stadt in Pennsylvania, unter der seit 1962 ein Kohleflöz brennt. Die Bewohner wurden umgesiedelt, die Straßen rissen auf, und aus den Spalten steigt seit Jahrzehnten Rauch — das Feuer könnte noch Jahrhunderte brennen.

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Verlassenes Gebäude

Bodie

Eine kalifornische Goldrauschstadt, die fast 10 000 Einwohner zählte und sich Anfang des 20. Jahrhunderts leerte. Sie wird im Zustand des „arrested decay“ gehalten — in den Häusern liegt noch der Besitz, den ihre Bewohner zurückließen.

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Anomale Zone

Skinwalker Ranch

Eine Ranch in Utah, bekannt für jahrzehntelange UFO-Sichtungen, unerklärliche Phänomene und rätselhaft verendetes Vieh. Benannt nach dem Skin-Walker aus der Überlieferung der Navajo.

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Geistererscheinung

Winchester Mystery House

Eine weitläufige viktorianische Villa in Kalifornien, jahrzehntelang ohne Unterbrechung erweitert — ihre Besitzerin Sarah Winchester glaubte, das Bauen halte die Geister derer fern, die von Winchester-Gewehren getötet worden waren. Treppen führen an die Decke, Türen öffnen sich zur Wand.

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